Donnerstag, 25. Dezember 2008

Y-N8

Seit Wochen, ach was, Monaten verspreche ich schon, endlich wieder zu bloggen. Trotz endlosem Potential an misanthropischen Gefühlen - meist bezogen auf Autofahrer - bin ich dank Praktikum, Uni, [weitere belanglose Ausrede hier einfügen] etc. lange nicht mehr dazu gekommen. Dennoch haben sich in der Zeit einige kleinere Scharmützel mit meiner Umwelt angesammelt, die ich natürlich niemandem vorenthalten möchte.

Während meines Praktikums habe ich viele Kilometer zurückgelegt - den Großteil davon mit dem Auto und somit zusammen mit vielen anderen Arbeitnehmenern, scheinbar völlig hilflosen Hausfrauen und schlafenden Brummipiloten. Doch eine der morgendlichen TorTouren werde ich nicht so schnell vergessen - da kam mir kurz vor Lübeck wochentags eine dieser harten coolen Motorradgangs entgegen. Zugegeben, die Jungs (und Mädels) in Lederklamotten auf ihren Harleys sehen schon recht martialisch aus! Nur... diese grellen orangen Warnwesten, die wirklich jeder der Fahrer über sein Lederkostüm gezerrt hatte, haben das ganze so ins Lächerliche gezogen! Im Sinne der Verkehrssicherheit natürlich absolut empfehlenswert, wenn auch in diesem Fall völlig unnötig, weil eine solche Motorradhorde eh alles niederwälzt, was ihr entgegenkommt.

Dieser niederwälzen hätte ich mir manchmal auch gewünscht, wenn man wieder einmal von einem dieser Wägelchen der Farbe "Vollgekotztes Elfenbein"™ blockiert wird, vornehmlich mit Opa mit/ohne Hut besetzt. Überboten wurde das dann nurnoch beim passieren der Gegend um Ratzeburg - ich bin ja niemand, der gerne pauschalisiert... aber diese Ratzeburger! Wenn man dann hinter 7 Stück dieser Ortsansässigen auf einer unbeschränkten Landstraße bei rund 65,7 Km/h festhängt, ist das wie 20 mal Jarno Trulli in der Formel 1!  Du kommst einfach net vorbei!

Mehr gibt es vielleicht nach Weihnachten, wenn auch alle brav ihre Enten aufgegessen haben und der dicke alte rote Mann sich nix gebrochen hat. In dem Sinne nachträglich n frohes Fest und dicke Eier... ach verdammt, das war Ostern...

Freitag, 8. August 2008

Kinder, Kinder...

Ich bin ja generell als Menschenfreund bekannt. Ok, ist quatsch, geb ich zu. Aber ich versuche ja mittlerweile, mit einer grundsätzlich positiven Einstellung auf diese ganzen Idioten da draußen zuzugehen.

Montag habe ich dann den Fehler gemacht, zu Ikea zu fahren. Tolles Einrichtungshaus, klasse Parkplätze, Autobahnanbindung und gutes Essen. Wären da nicht diese Unmengen an Menschen, die sich selbst und andere in den Wahnsinn treiben. Zwischen Malm, Karlstad und Billy werden schätzungsweise drei Scheidungen pro Stunde abgesegnet. Nur viel schlimmer als das sind diese glücklichen Familien mit ihren 2-5 Kindern (Jaqueline, Kevin, Dustin, Justin, Rustin... oder so), die schreiend umherrennen und von Ihren dümmlich grinsenden Eltern ignoriert werden. Bis dann irgendwann Mutter Sonnenschein ausrastet und die Kinder zum heulen bringt. Spätestens dann zwinge ich mich, in die nächste Abteilung zu laufen, in der aber schon der nächste Blagenhaufen wartet. Nur in der Kinderabteilung waren natürlich keine Kinder - abgesehen von denen in ein paar dutzend schwangeren Frauen.

Das Essen war übrigens wirklich gut - wieso Essen & Eis nur 2,55 € (laut Tafel rund 6 € - dafür wär die Portion aber auch mickrig gewesen) gekostet hat, blieb ein Rätsel, aber darüber beschwert man sich ja nicht. Dass jedoch auch im Restaurant die Kinder statt der eingerichtet Spielecke lieber die fremden Gästen belästigen, war natürlich klar.

Gekauft habe ich nach der Nerverei letztendlich nichts - wozu gibts schließlich Online-Shops? Apropos online & Kinder. Bei folgendem musste ich doch wirklich herzhaft lachen: Eine E-Mail mit dem Betreff "Kinderversandaktion" stellte sich leider nur als verdammt attraktiver Marketinggag heraus. Spreadshirt möchte nämlich keine Kinder versenden (oder gar empfangen), sondern bietet nur Vergünstigungen bei Kinderprodukten an.

Wie dem auch sei, vielleicht wird es in einigen Jahren endlich einen Kinderführerschein geben - und damit meine ich nicht wie in den USA 16-Jährige Halbstarke, die autofahren dürfen. Nur hätte das zur Folge, dass wir dann rund 500.000 Einwohner pro Jahr verlieren. Aber immerhin hätte ich bei Ikea meine Ruhe!

Samstag, 19. Juli 2008

Fürchterlich schön!


Angucken - sofort! Ansonsten könnte es zu spät sein, das ganze wird nämlich nur 7 Tage kostenlos zur Verfügung stehen. Dr. Horrible ist ein Low-Budget-Musical in drei Teilen, entstanden aufgrund des Autorenstreiks in den USA und ein wirklich witziges und romantisch-tragisches Musical. Gute Englischkenntnisse sind vor allem für die gesungenen Parts wichtig - man sollte sich speziell die bezaubernde Felicia Day nicht entgehen lassen! (und nicht nach 5 Minuten aufhören, es wird immer besser!!!)

Freitag, 18. Juli 2008

Freizeit?!

Sieben Klausuren - (hoffentlich) geschafft! Endlich die gewohnte Freiheit der Semesterferien - kein Stress, nur Freizeit!

Fast.

Wären da nicht Bewerbungsgespräche (mit hoffentlich daraus resultierendem Praktikum), Seminararbeiten, endlich wieder Sport, weitere drei Klausuren zum zweiten Termin und natürlich die ganzen Leute um einen herum.
Nun ja, letzteres bleibt mir gerade erspart, weil kein Mensch mehr hier ist! Alle im Ausland: der eine in Italien, die eine im Osten, die zwei beiden in Dänemark, n ganzer Haufen in Bayern, ein anderer in Kanada... und dank den Semesterferien ist von den Kommilitonen erst recht niemand mehr im Lande!

Macht aber nix, denn wozu gibts das Internet: Die Herren Laurie & Braff zum Beispiel sind nämlich nicht nur in Ihren Vorzeigeserien (House & Scrubs) als sehr talentierte Schauspieler zu sehen. Bloß nicht in die related Videos schau... zu spät? Naja, dürften nur einige sehr unterhaltsame Stunden sein, die man damit verbringen kann. Nach einigem Stöbern trifft man eventuell auf einen kurzen Filmausschnitt treffen, der sehr zu amüsieren weiß, wenn man Laurie nur als House kennt.

Sonntag, 13. Juli 2008

Spätabendliche Kommunikation

Jeder dürfte das Kinderspiel "Stille Post" kennen. Nein, hier ist ausnahmsweise nicht die Überwachungspolitik von Telekom & Co. gemeint, sondern vielmehr die, nennen wir es einfach mal "fehlerhafte Übertragung von Datenmaterial". Was in Universität, Schule, Restaurants, auf Sitzungen und ähnlichem umhergeflüstert wird, kann oft falsch verstanden werden und führt folglich zu merkwürdigen Reak- und witzigen Situationen.

Spätestens nach Feierabend, also wenn das Gehirn restlos abschaltet, sieht man sich ungezwungener Konversation gegenüber. An Bar und Spieltisch hört sich dann jeder beiläufige Satz ungefähr so an wie "Hrmmfmfrmmggglbbb ddfffm!?". Wenn das Gegenüber dann unerwarterweise von uns eine Reaktion erfordert, ist man mit dem üblichen "Ja richtig!" oder "Hmm..." immer recht gut bedient. Problematisch wird es nur dann, wenn eine konkrete und, auch nach Feierabend, einfach zu beantwortende Frage wie "Wieviel Bier hattest du schon?" gestellt wurde - nach einem gemurmelten "Ja richtig..." dürfte der fragende Blick des Gesprächspartners da nicht verschwinden. Oder, was nicht unbedingt besser gefällt, es erklärt sich ihm wie in diesem Fall die passende Antwort von selbst: "Zu viele..."

Besser noch und nahezu Slapstick-mäßig kann am späten Abend dann eine zwar deutlich gestellte Frage zu gewissen Problemen führen. Hier ein Beispiel eines kürzlich geschehenen, wirklich umfassenden und irrsinnig wichtigen Datenaustausches beim... nunja, Billard spielen:
"Hast du eine eingelocht?"
"Keine..."
"Eine?"
"Keine!"
"Eine?!"
"Keine!!!"
"Keine?"
"Nein, nicht eine... KEINE!"
"Sag ich doch..."
Schwierig zu sagen, ob die reduzierte Gehirnfunktion, die Musik im Hintergrund oder das halbe Bier an solchen Aussetzern schuld ist - für verstörte Blicke von den anderen Spieltischen ist auf jeden Fall gesorgt.

Dienstag, 8. Juli 2008

Klausurenzeit. Blogzeit!

Alle (halbe) Jahre wieder ist es soweit: Die Klausuren wollen geschrieben werden. Was den normalen Menschen dazu veranlasst, wochenlang zu lernen, äußert sich bei mir in den 1-2 Tagen vor der jeweiligen Klausur: minimale Schlafeinheiten (3-5 Stunden) und Last-Minute-Lernen. Dieses Semester im Speziellen, da ein guter Freund aus seinem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt ist und man(n) jetzt jeden Abend weggeht - auch und ganz besonders in den Nächten direkt vor den Klausuren! So ergeben sich dann die üblichen Lernzeiten zwischen 23 und 3 Uhr. Bekloppt, sollte man meinen - schlimm nur: es funktioniert. Solange das der Fall ist, sehe ich auch keine Chance der Besserung...

Vielleicht eine kurze Vorstellung: Ich bin die Ente, genauer DIE Ente "Dagobert", kurz Dago. Wie es zu dem Namen gekommen ist, wird Thema eines anderen Eintrags sein (genauso wie der Untertitel des Blogs).

Nun, warum erzähl' ich hier was von Klausurenzeit und blog' mir n Wolf?! Weil es immer so läuft! Kaum nahen die Klausuren und die fixe Idee, mal mit Lernen anzufangen, fallen einem spontan 37 1/2 Dinge ein, die man erledigen möchte. Weil sie ja so wichtig sind. Staubsaugen zum Beispiel. Kennt jeder, nur andere schaffen irgendwann den Sprung hin zum sinnvollen Zeitvertreib, der da Klausurvorbeitung heißt.

Bloggen ist "mein" Staubsaugen - neben den üblichen Zeitfressern Essen, Job, Billard, Essen, Freunde, Essen, Trinken und noch mehr Essen. Eigentlich müsste ich mich dringend auf eine wichtige Klausur am kommenden Freitag vorbereiten - aber es sind ja noch 2 Tage (und vor allem 2 Nächte) Zeit. Daher muss ich jetzt auch dringend schlussmachen, denn ich muss... nein, nicht lernen! ... sondern noch die ein oder andere Runde TMNF fahren.

Ich freue mich über viele zukünftige Leser und verspreche, dass die nächsten Einträge dann auch etwas spannender und spektakulärer werden!